SPD Bad Mergentheim

 

SPD-Kreisverbände gehen mit Philipp Hensinger in die Bundestagswahl 2025

Veröffentlicht in Kreisverband


Gratulation an SPD Bundestagskandidat Philipp Hensinger (zweiter von links)

Ein junger Kandidat mit frischen Ideen, Lebenserfahrung und Durchsetzungsvermögen.

Er ist jung, studiert „Public Management“ für den gehobenen Beamtendienst und arbeitet dabei wie Studenten in dualen Studiengängen.

Daneben macht er Politik in Buchen und im Neckar-Odenwald-Kreis: Philipp Hensinger wurde von den Delegierten der Ortsvereine des Main-Tauber und des Neckar-Odenwald-Kreises kürzlich im Kleinen Kursaal in Bad Mergentheim zum Kandidaten für die Bundestagswahl 2025 gewählt.

Begrüßt wurden die zahlreichen Delegierten von Jordan Murphy Mitglied des Kreisvorstandes und Stadtrat aus Bad Mergentheim.

Die beiden Kreisvorsitzenden Markus Dosch (NOK) und Thomas Kraft (MTK) hoben heraus, dass die vorgezogene Neuwahl die Folge einer offensichtlich geplanten Aktion der FDP sei, die – wie schon einmal – die Koalition platzen ließ. Der Rauswurf Lindners durch Bundeskanzler Olaf Scholz sei „unvermeidlich“ gewesen, das ständige Bremsen und Taktieren der FDP habe der Regierungsarbeit schweren Schaden zugefügt, betonten sowohl Kraft als auch Dosch. Um so wichtiger sei es jetzt, auf die dennoch in den vergangenen Jahren von der Ampel erreichten Verbesserungen für die Arbeitnehmer, für junge Menschen und Rentner, für Arbeiter, Angestellte und auch – was oft bestritten werde – auch für für Selbstständige hinzuweisen.

Für persönliches Engagement, Lebenserfahrung und den Willen, diese Gesellschaft voranzubringen, für eine offenes und modernes Deutschland einzutreten und notwendige Änderungen im wahrsten Sinne des Wortes „sozialverträglich“zu gestalten, stehe Philipp Hensinger, betonten Kraft und Dosch.

Ein sehr politisches Grußwort sprach der Karlsruher SPD-Bundestagsabgeordnete Parsa Marvi. Der Betriebswirt und Politiker ist ein Vertreter der jungen Generation, 1982 in Teheran geboren und mit den Eltern nach Deutschland geflüchtet. Gekommen, um zu bleiben, sich zu integrieren und und aktiv mitzuarbeiten, um Deutschland voranzubringen und stetig besser zu machen.

„Die Ampel hatte eine schwierige Ausgangslage, und Olaf Scholz hat sich gemeinsam mit der SPD-Fraktion zur Aufgabe gemacht, eine drei-Parteien-Koalition zusammen zu halten – trotz Krieg in Europa, trotz weiteren geopolitischen Krisen und der Herausforderung Klimawandel und Energiewende“, sagte Marvi. Die SPD-geführte Regierung „hat unser Land gut durch die Krisen gebracht, und das müssen wir immer wieder klarstellen.“ Zwar habe es auch kommunikative Fehler gegeben, „aber es ging uns immer um die Sache und um das Land und nie um Klientelpolitik und Einzelinteressen.“

Und: „Immer wieder sind durch die FDP zuvor getroffene Vereinbarungen grundlegend in Frage gestellt und torpediert worden“, zuletzt bei der Rente. Lindner habe die Zeichen der Zeit nicht erkannt; jetzt hat durch die Wahl Trumps die schwierige Lage Deutschlands als Exportnation noch einmal zugenommen. „Der Bundeskanzler hat klare Worte gefunden und Angebote gemacht: klare Impulse zur Sicherung der Stabilität unserer Wirtschaft, Wahrung der sozialen Stabilität, auch um die gewachsene sicherheitspolitische Bedeutung der Bundesrepublik erfüllen zu können. Das alles gegeneinander ausspielen zu wollen, ist mit uns Sozialdemokraten nicht zu machen.“ Jetzt gehe es in den Wahlkampf, gegen Friedrich Merz, gegen eine starre Schuldenbremse, aber für massive Zukunftsinvestitionen und gerechte Renten und Steuern für alle, also auch für Millionäre und Milliardäre. Und ich bin froh, dass ihr hier mit Philipp Hensinger einen sehr engagierten und in sozialen und volkswirtschaftlichen Fragen kompetenten Kandidaten habt“, sagte Marvi.

Auch der Kandidat fand in seiner Vorstellungsrede deutliche Worte. Und er machte klar, dass er und seine Familie nicht auf Rosen gebettet war, „jeder Cent musste zweimal umgedreht werden“. Dass er es dennoch schaffte, studieren zu können, das habe er seiner Mutter zu verdanken. Hensinger stellte klar, dass ein Angriff aufs Bürgergeld mit ihm „nicht zu machen ist. Die Betroffenen und Empfänger leben nicht im Luxus und brauchen diese Unterstützung.“

Viel politische Erfahrung habe er in den beiden Wahlkämpfen 2021 gesammelt – „es hat mich begeistert, mit den Menschen zu diskutieren, und mache konnte ich sogar für die SPD gewinnen.“ Ja, Politik sei ein „zähes Geschäft“, betonte der Hobby-Schwimmer. „Es braucht halt einen langen Atem.“ Aber Politik sei auch wie ein Handwerk, „man muss anpacken. Und dann das Produkt auch leben, bekannt machen und die Menschen dafür begeistern. Deshalb bin ich in die SPD eingetreten – ich will andere mitnehmen und auch sie begeistern.“

Anzupacken geben es viel: die verschlafene Digitalisierung, überbordende Bürokratie, fehlende Akzeptanz der Bevölkerung für die Verwaltungen auf allen Ebenen, eine neue Steuerpolitik, die nicht nur wenigen nutzt sowie die Überprüfung von EU-Regeln nannte Hensinger beispielhaft. „Mein Ziel ist es, sinnvolle und nachhaltige Deregulierung zu ermöglichen. Deutschland braucht keine 16 Bauordnungen, eine genügt. Und eine. Antragsmaske reicht auch.“ Auch in der Migrationssfrage gelte es, zu handeln. „Wir brauchen interkulturelle Demokratie, wir brachen Fachkräfte. Und Deutschland muss Verfolgten Schutz und Chancen bieten, gleichzeitig auch konsequent sein und Integration sowie das Bekenntnis zu unserem Grundgesetz und unseren gesellschaftlichen Werten fordern. Und wir müssen konsequent sein, wenn die Kapazitäten ausgeschöpft sind.“

Generell sei es zwingend geboten, die öffentliche Diskussion auf Sachverhalte zurückzuführen und nicht auf plumpe Parolen noch plumpere Antworten zu geben. Das betreffe die Sozialpolitik im Ganzen, aber eben auch die Steuer- und Wirtschaftspolitik. „Es ist unsere Aufgabe, die Menschen aufzuklären und bei Fragen machbare Lösungen aufzuzeigen. Dabei und dafür will ich meinen Beitrag leisten“, sagte Hensinger unter großem Applaus.

Die Wahl war dann nur noch Formsache, die eine Gegenstimme tat nicht weh. „Packen wir’s an!“ war das vielfach geäußerte Motto der zahlreichen Gratulanten, allen voran der beiden Kreisvorsitzenden.

Ebenfalls ohne Probleme verliefen die Wahlen der Delegierten für den Listenparteitag. Die SPD Main-Tauber vertreten Lena Brand, Markus Herrera Torrez und Julian Zwerger, Ersatzdelegierte sind Xenia Heckmann Can-Jerome Kurter.

Die Delegierten der Neckar-Odenwald-SPD sind Anna Cunningham, Markus Dosch, Bianca Joseph, Leon P. Köpfle, Julian Stipp und Fabienne Tonini. Ersatzdelegierte sind Drilon Abazi, Lisa Bundschuh, Patrick Haag, David Hellge, Manuel Sturm und Jonas Weber.

Zum Abschluss rief Thomas Kraft die Partei zur Geschlossenheit auf. „Was vor uns liegt, ist nicht leicht, aber der Aufwand und der Einsatz lohnt. Deutschland muss wirtschaftlich stark und sozial gerecht gestaltet werden, und wir müssen die Herausforderungen der Zeit mit Tatkraft angehen. Dafür steht Philipp Hensinger.“

Heftige Kritik übte Kraft an der Wirtschaft, die eigenes Versagern der Politik ankreide. „Im Juni hat VW 4,5 Milliarden an die Aktionäre verteilt. Jetzt fehlen plötzlich fünf Milliarden. Was sind denn das für Manager?“

Klar ist: Eine sozial gerechte und zukunftsorientierte Politik „gibt es nur mit, aber nicht ohne die SPD.“

 
 

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