In einer Kreisvorstandssitzung hat sich die SPD mit der Landtagswahl, aktuellen Themen und Aktivitäten befasst.
Das Ergebnis für die SPD im Land ist absolut erschütternd, so Thomas Kraft der Kreisvorsitzende. Im Landkreis schneide man besser ab. Aber auch dieses Ergebnis könne nicht zufriedenstellen.
Bei den Zweitstimmen lag die SPD im Kreis über dem Landesdurchschnitt. Die Erststimmen sind eine schöne Bestätigung für den Kandidaten. Insbesondere in Wertheim hebt es sich sehr positiv heraus. Kraft dankte Can Kurter für den Wahlkampf. Zahlreiche Aktivitäten hat er über Monate im Wahlkampf absolviert. In den sozialen Medien habe er besonders hohe Präsenz gezeigt. Der Wahlkampf war in der inhaltlichen Präsentation geprägt von zahlreichen Podiumsdiskussionen. Dort sei es Can Kurter stets gelungen die Positionen der SPD deutlich zu machen und verständlich darzulegen. Dem Dank von Kraft schloss sich der gesamte Kreisvorstand an.
Can Kurter seinerseits dankte für die Unterstützung im Landtagswahlkampf. Er wurde unterstützt, getragen und begleitet. Dieses persönliche Erlebnis habe gutgetan und motiviere ihn auch für die Zukunft. Gut war auch die Wahrnehmung, dass sich viele Mitglieder engagiert haben. Beim Plakatieren, an Infoständen, auf Veranstaltungen und bei Gesprächen an den Haustüren, waren sie präsent. Auch das Programm der SPD war inhaltlich umfassend und hat aus Sicht der SPD das Notwendige für eine gute Zukunft beschrieben. Beispielsweise ist der Kostenfreie Kita im Programm enthalten.
Es ist daher gar nicht einfach die Frage nach der Ursache für das Wahlergebnis zu beantworten. Er begrüßte daher den Prozess, den die SPD Baden-Württemberg direkt am 09.03.2026 gestartet hat. Die SPD in Baden-Württemberg will dieses Wahlergebnis nicht einfach hinnehmen und zur Tagesordnung übergehen.
Spitzenkandidat und Landesvorsitzender Andreas Stoch habe die politische Verantwortung übernommen. Er wird bei den nächsten Vorstandswahlen nicht mehr antreten. Der Kreisvorsitzende Thomas Kraft wies an dieser Stelle darauf hin, dass Stoch mehrfach im Kreis gewesen sei. Diese Unterstützung erkenne die Kreis-SPD dankbar an. Der gesamte Landesvorstand stellt sich einer Neuwahl.
Notwendige Veränderungen stehen also an. In allen Gremien und unter den Mitgliedern wird gerade beraten. Alle Mitglieder sollen in diese Diskussionen einbezogen werden. Dazu finden in jedem Regierungsbezirk Regionalkonferenzen statt. Die Mitglieder aus dem Main-Tauber-Kreis sind dazu am 16.05.2026 nach Waiblingen eingeladen. Dort soll auf den Wahlkampf und das Wahlergebnis geblickt werden. Die aktuelle Situation wird beleuchtet. Erwartungen und Anregungen für die künftige Ausrichtung der SPD Baden-Württemberg sollen eingebracht werden.
Nach dem Rücktritt von Andreas Stoch als Landesvorsitzender wird der Landesvorstand insgesamt neu gewählt. Bisher gibt vier Bewerbungen für den neuen Landesvorsitz. Die Kandidatinnen und Kandidaten werden sich auf der Regionalkonferenz persönlich vorstellen. Die SPD Main-Tauber organisiert Fahrten. Danach wird eine Mitgliederbefragung zum neuen Landesvorsitz stattfinden. Die eigentliche Wahl des Landesvorstandes wird auf einem Landesparteitag am 19. und 20.06.2026 in Ulm stattfinden. Aus dem Main-Tauber-Kreis werden drei Delegierte daran teilnehmen.