Can Kurter, Elisabeth Giesen & Thomas Kraft Wie gelingt die Transformation am Arbeitsmarkt, welche Chancen bietet der Übergang von der Schule in den Beruf, und welche Rolle spielen Weiterbildungen? Über diese zentralen Fragen sprach der SPD-Landtagskandidat im Main-Tauber-Kreis, Can Kurter, mit Elisabeth Giesen, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall und Tauberbischofsheim.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen aktuelle Herausforderungen durch den Fachkräftemangel sowie die Maßnahmen im Rahmen des Qualifizierungschancengesetzes. Dabei wurde deutlich: Nur durch gezielte Unterstützung und passgenaue Weiterbildungsangebote können Beschäftigte und Unternehmen gleichermaßen von der Transformation profitieren. Transformation bedeutet nichts anderes als Umwandlung und Weiterentwicklung hin zu zukunftsfähigen Arbeitsplätzen, so Thomas Kraft der SPD-Kreisvorsitzende.
„Wir brauchen eine klare Strategie, wie wir die Menschen im Main-Tauber-Kreis für die Arbeitswelt von morgen fit machen“, betonte Can Kurter. „Gerade der Übergang von der Schule in den Beruf darf kein Stolperstein sein. Hier braucht es eine enge Verzahnung von Betrieben, Schulen und Beratungsstellen, besonders im ländlichen Raum.“
Der SPD-Landtagskandidat machte deutlich, dass im Main-Tauber-Kreis ganz unterschiedliche Branchen vor besonderen Herausforderungen stehen: „Unsere Region ist geprägt von einer starken produzierenden Industrie, und gleichzeitig sind die Krankenhäuser und Kurkliniken mit ihrem Fachpersonal die größten Arbeitgeber. Der Tourismus ist darüber hinaus ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Diese Vielfalt macht uns stark, doch sie bedeutet auch, dass wir in ganz unterschiedlichen Bereichen Antworten auf den Fachkräftemangel finden müssen.“
Kurter betonte zudem, dass eine so diverse Arbeitswelt nur mit einem verlässlichen sozialen Fundament bestehen kann: „Industrie und Pflege, Handwerk und Dienstleistungen – all das braucht einen starken Sozialstaat, der Sicherheit gibt und zugleich Chancen eröffnet. Nur wenn wir soziale Sicherheit garantieren, schaffen wir den Raum für Innovation, Investitionen und neue Perspektiven für die Menschen hier im Kreis.“
Auch Weiterbildung sei ein Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit der Region: „Das Qualifizierungschancengesetz eröffnet enorme Möglichkeiten. Diese müssen wir konsequent nutzen. Kein Mensch darf auf der Strecke bleiben, nur weil sich Berufsbilder wandeln. Weiterbildung muss zum Normalfall werden, nicht zur Ausnahme“, so Kurter.
Elisabeth Giesen hob hervor, dass die Agentur für Arbeit bereits zahlreiche Programme anbiete, um Beschäftigte, Jugendliche und Unternehmen zu unterstützen. Für Kurter ist das ein wichtiger Ansatzpunkt: „Im Main-Tauber-Kreis, oft auch als ‚Badisch Sibirien‘ bezeichnet, dürfen wir keine Talente verlieren. Mein Ziel ist es, dass Baden-Württemberg allen Menschen den Zugang zu guter Arbeit, fairer Bezahlung und echter Weiterbildungsgerechtigkeit ermöglicht.“