SPD Bad Mergentheim

 

Ortsverein feiert Jahresabschluss und ehrt verdiente Genossen

Veröffentlicht in Ortsverein

Die SPD Bad Mergentheim traf sich zu ihrer Jahresabschlussfeier in Markelsheim. Verdiente Mitglieder wurden hierbei geehrt.

Mit einer Totenehrung musste der Vorsitzende des Bad Mergentheimer Ortsvereins, Frederick Wunderle, die Zusammenkunft eröffnen. Wolfgang Keicher, der mehr als ein Vierteljahrhundert engagiertes Mitglied war, starb nach längerer Krankheit.

MdB Dr. Dorothee Schlegel blickte auf 2015 zurück. Sie erinnerte an den verstorbenen ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt, der in seiner damaligen Entscheidung zum Entführungsfall bekannte: "Ich habe mich bei jeder Entscheidung schuldig gemacht."

"Genauso fühlte ich mich bei der Abstimmung über den militärischen Einsatz in Syrien", bekannte Schlegel.

Sie berichtete über aktuelle Gesetzgebungsverfahren und ihre Auswirkungen. "Das deutsche Gesundheits- und Pflegesystem bietet Patienten eine gute medizinische und pflegerische Versorgung.

Schwerkranke und sterbende Menschen benötigen mehr menschliche Nähe, eine andere Versorgung und Betreuung als andere Patienten. Im Mittelpunkt steht dabei, jedoch Schmerzen der Menschen zu lindern und das Sterben würdevoll zu begleiten", sagte sie im Hinblick auf das Gesetz zur Stärkung der ambulanten und stationären Hospiz- und Palliativversorgung. In der Diskussion wurden von Stadträtin Inge Basel und Ortschaftsrätin Helga Hessenauer Überforderung und Zeitdruck der Pflegekräfte bemängelt.

"Für alle Handlungsebenen ist die aktuelle Flüchtlingssituation eine neue Herausforderung, für die es keinen Plan B geben kann", betonte die Bundestagsabgeordnete. "Unser Grundrecht auf Asyl, unsere Mitmenschlichkeit den Bürgerkriegsflüchtlingen gegenüber und meine christliche Grundhaltung gebieten es mir, mich immer und weiterhin für Menschen in Not einzusetzen. Die Asylhelferkreise leisten hier eine vorbildliche Aufgabe." Schlegel unterstrich, man dürfe die Asylpolitik nicht mit dem EU-Beitritt der Türkei vermischen. "Ich habe ein schlechtes Gefühl gehabt, als ich unsere Kanzlerin mit dem türkischen Präsidenten und Feind der Meinungsfreiheit auf dem Sofa sitzen sah", schilderte Schlegel ihr Empfinden. "Die frühere schwarz-gelbe Regierung hat den entscheidenden Fehler gemacht, dass sie trotz der Bürgerkriege im Nahen Osten das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zu stark abgebaut hat und so die Grundlage für die Überforderung und das Versagen in der Flüchtlingsfrage geschaffen hat", kritisierte Schlegel und unterstrich die ungeheure Schaffenskraft und erfolgreichen politischen Schritte des von der SPD gestellten Außenministers Dr. Frank-Walter Steinmeier.

Mit der Bewunderung über die ungeheure Bandbreite, die die Bundestagsabgeordnete leiste, leitete Stadtrat und Ortsvereinsvorsitzender Wunderle zu der Ehrung von drei verdienten Sozialdemokraten über. Die Auszeichnungen von Veronika Kluge, Martina Hahn und Tillmann Zeller nahm er mit MdB Dr. Dorothee Schlegel und Landtagskandidatin Ute Schindler-Neidlein vor.

Veronika Kluge ist seit mehr als einem Vierteljahrhundert für die SPD aktiv. Sie war Gemeinderätin an ihrem früheren Wohnort im Remstal und Vorsitzende des Mergentheimer Ortsvereins. Besonders hat sie sich für das ehemalige Städtische Alters- und Pflegeheim eingesetzt. "Du warst nie eine Jasagerin", anerkannte Wunderle. Für 40 Jahre Arbeit in der SPD wurden Martina Huhn und Tillmann Zeller geehrt, die beide einst durch Hans Martin Simpfendörfer in Weikersheim zur Sozialdemokratie gefunden haben. Zeller war Ortsvereinsvorsitzender, Stadtrat und ist noch Kreisrat. Zusammen mit Kreisrätin Ute Schindler-Neidlein berichtete er über aktuelle Kreisthemen. Als einzige Kreistagsfraktion machten sich die Sozialdemokraten dafür stark, dass in der Gesundheitsholding die Mitarbeiter ein Mitspracherecht behalten. "Die Unsicherheit über den richtigen Weg bei der Breitbandversorgung angesichts von fünf Möglichkeiten soll durch die Einbeziehung der von Ute Schindler-Neidlein befragten Clearancestelle geklärt werden". Dies wurde von den Bad Mergentheimer Sozialdemokraten im Übrigen gelobt.

 

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